Ludwigsteiner Leitsätze

Leitsätze der Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung

Präambel

Im Bewusstsein ihrer Verantwortung für die Jugendburg Ludwigstein und von dem festen Willen getragen, diese Burg auch künftigen Generationen als lebendige Burg der Jugendbewegung zu erhalten, beschließen Kuratorium und Vorstand der Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung die folgenden Leitsätze und Handlungsrichtlinien.
 

Leitsätze

I.
Die Jugendburg Ludwigstein ist das bedeutendste und dauerhafteste Gemeinschaftswerk der deutschen Jugendbewegung. Sie mit ihrem unverwechselbaren Charakter als lebendiges Ehrenmal für die jugendbewegten Opfer von Krieg und Gewalt sowie als eine vom Geist der Jugendbewegung geprägte Stätte der Begegnung und Verständigung zu bewahren, ist unser Ziel.

II.
Die Jugendburg Ludwigstein übernimmt als einzige Einrichtung ihrer Art und ihrer Größe eine tätige Mittlerrolle zwischen der historischen und der gegenwärtigen Jugendbewegung einerseits und der Gesellschaft andererseits. Als bewusst handelndes Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft führt sie die Ideen der Jugendbewegung zeitgemäß fort.

III.
Die Jugendburg Ludwigstein setzt das, was die Jugendbewegung kennzeichnet, in ihrem Verhalten, in den Formen ihrer Verständigung und in ihrem äußeren Erscheinungsbild tatkräftig um. Sie stellt den Raum und die Angebote bereit, um jedem ihrer Besucher die Möglichkeit zu bieten, aus der Vielfalt dieser Besonderheiten einen eigenen Nutzen zu ziehen.

IV.
Die Jugendburg Ludwigstein entfaltet ihre Wirkung in einem Dreiklang aus Burgherberge (Burgbetrieb), Archiv und Jugendbildungsstätte. Sie nimmt ihre Aufgaben durch ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in einem lebhaften Zusammenspiel mit den ihr verbundenen Gemeinschaften und Persönlichkeiten wahr.

V.
Die Jugendburg Ludwigstein ist in ihrem Bestand zu erhalten. Sie ist dabei auf die Leistungen von zahlenden Burggästen und auf die Unterstützung durch Burgfreunde angewiesen. Aufgrund ihrer gesellschaftlichen Selbstverpflichtung und ihrer landesweiten Bedeutung als Denkmal sehen die Unterzeichner die öffentliche Hand in einer besonderen Mitverantwortung.

VI.
Die Jugendburg Ludwigstein ist sich ihrer Bedeutung als Heimat der mit ihr in Vergangenheit und Gegenwart Verbundenen in aller Welt bewusst. Als Wappenburg des hessischen Werra–Meissner–Kreises und in Beziehung zur thüringischen Burg Hanstein tritt sie mit ihren Inhalten in einen lebendigen Austausch mit den in ihrem Umfeld ansässigen Menschen.

VII.
Die Jugendburg Ludwigstein bekennt sich zum Grundsatz der Wirtschaftlichkeit im Rahmen der Sicherung ihres Erhalts. Keiner der vorangestellten Leitsätze stellt diesen Grundsatz in Frage. Unter dieser Voraussetzung erklären die Unterzeichner die Präambel sowie die Leitsätze und ihre Handlungsrichtlinien für selbst verpflichtend und verbindlich.
 

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Die Ludwigsteiner Leitsätze wurden im Winter 2005/2006 von einem Kreis von Burgfreunden erarbeitet und am 4. März 2006 von der Stiftung Jugendburg Ludwigstein verabschiedet.

Zu den Unterzeichnern gehören das Archiv der deutschen Jugendbewegung, die Jugendbildungsstätte Ludwigstein gGmbH und die Vereinigung Jugendburg Ludwigstein e.V..

Alle Burgfreunde sind aufgerufen, die Ludwigsteiner Leitsätze mit Leben zu erfüllen und ihren eigenen Beitrag zum Erhalt der Jugendburg Ludwigstein zu leisten.

 

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