Archivblick

Mehr Musik im Archiv

21. November 2021

In einem Kraftakt haben es die Musikwissenschaftlerinnen Dr. Ute Brüdermann und Dr. Amrei Flechsig in den letzten 18 Monaten geschafft, die im AdJb verwahrten Musik-Bestände so zu katalogisieren, dass sie jetzt geordnet, auffindbar und intensiv beschrieben sind. Nachlässe, Akten und Sammlungen von Musikschaffenden in einem Umfang von 500 Archivkartons, dazu Tonträger und Fotos sowie eine ganze Bibliothek mit Liederbüchern und Noten (7.000 Titel) haben im Rahmen des Projektes Eingang in die Online-Datenbanken ARCINSYS und OPAC gefunden.
Auf dieser Grundlage wird bis zum Projektende 2022 nun noch ein Internet-Themenportal erarbeitet, das einen Überblick über die historische Entwicklung gibt und das überlieferte Material schlaglichtartig beleuchtet. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass die Nachricht vom frisch verzeichneten Bestand auf dem Ludwigstein eine quasi-epidemische Verbreitung findet!
Zu der Abbildung: Der Musikpädagoge und Begründer des AdJb-Musikbestandes Fritz Jöde (1897-1970) hat als Gast in Stockholm 1935 eine wahre „Gesangsepidemie“ ausgelöst, wie die Karikatur (AdJb,  A 228 Nr. 1274) bekundet.

maps