Archivblick

Lesesaal des AdJb wieder geöffnet

Auch wenn das Ludwigsteiner Archiv für Anfragen durchgehend geöffnet ist und vieles in den vergangenen Wochen per Dateitransfer bearbeitet werden konnte: Ein Ersatz für das eigene Recherchieren im Lesesaal ist das auf Dauer nicht. Daher nutzen wir die Erlaubnis des Landesarchivs zur behutsamen Öffnung der Lesesäle auch bei uns. Es gelten weiterhin das eingeschränkte Platzangebot und die Notwendigkeit, sich vor einem Besuch verbindlich anzumelden. Auch die besonderen Hygiene-Regeln sind weiter in Kraft. Ansonsten gilt: Willkommen im Archiv der deutschen Jugendbewegung!

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100.000 AdJb-Digitalisate online

Es fing vor vielen Jahren mit den „Fidus“-Bildern an, dann folgte das „Wandervogel-Lichtbildamt Jule Groß“ und jetzt ist die Bahn richtig frei. Viele Archivbestände des AdJb werden digitalisiert und, wo immer es möglich ist, online gestellt. Bereits auffindbar sind nun nicht nur die künstlerischen Werke von Fidus, sondern auch alles Sonstige aus seinem Nachlass. Dazu der gesamte Nachlass von Fidus' Lehrer Karl Wilhelm Diefenbach. Zwei weitere Bestandsgruppen, die sich inzwischen volldigitalisiert in der Datenbank ARCINSYS finden, sind die Plakatsammlung und die Baupläne, darunter viele historische Detailaufnahmen der Jugendburg selbst.…

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Fidus-Bestand im Archiv der deutschen Jugendbewegung durch Ankauf verstärkt

„Es muss doch Frühling werden“ – mit diesem Stoßseufzer, der auch einer Corona-geplagten Gesellschaft im Februar 2021 auf den Lippen liegt, wandte sich Hugo „Fidus“ Höppener 1947 an den Sammler Klaus Wieben, seinen langjährigen Mäzen. Der Gruß gehört zu einem Postkarten-Konvolut des Künstlers, das jüngst zusammen mit zwei Fotografien und einem Grafik-Entwurf („Kämpfers Aufbruch“, 1920/28) vom Hessischen Landesarchiv zur Ergänzung der Sammlungen auf dem Ludwigstein bei einer Versteigerung des Berliner Auktionshauses Bassenge erworben wurde.

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Auf die Details kommt es an!

Mit dieser Einsicht schließt Paula Behrendts (Kassel) in diesen Tagen ihr zehnwöchiges Praktikum im Archiv der deutschen Jugendbewegung ab. Die Studentin der Soziologie und Geschichte hatte sich als Burgen-Fan bewusst für diesen Ort entschieden und auch von den langen Arbeitstagen mit ÖPNV-Anfahrt aus Kassel nicht abschrecken lassen. Geboten wurde ihr im Archiv die intensive Auseinandersetzung mit historischen Quellen, die sie als Archivgut in der Online-Datenbank bearbeitete. Dazu zählte der umfangreiche Nachlass von Hermann Kanow (1904-1996), seit 1969 engagiert in verschiedenen VJL-Gremien, aber auch eine Neuerwerbung, bei der Paula…

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Weihnachtsgruß des Archivs

Hoffen heißt handeln, als wäre Rettung möglich.
Fulbert Steffensky

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein erfolgreiches, glückliches Jahr 2021!

Die Mitarbeiterinnen des Archivs der deutschen Jugendbewegung
Elke Hack, Susanne Rappe-Weber, Birgit Richter und Isabella Stutrucker mit dem Team des DFG-Projektes zur Jugendmusikbewegung Ute Brüdermann und Amrei Flechsig

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Die Grippe

Luise Danker (1889–1926), Grafikerin und Illustratorin aus Kassel, verlieh dem Schrecken einen drastischen Ausdruck. Die Spanische Grippe, die seit 1918 in Europa grassierte, in Deutschland sogar noch bis 1920, verlief gerade unter jungen Leuten unter 35 Jahren, den stärksten Mitgliedern der Gesellschaft, oft tödlich. Unter den Opfern war auch die in Kreisen der Jugendbewegung prominente Tochter des Malers Hugo „Fidus“ Höppener, Drude (1900–1918). Der pandemische Verlauf der Krankheit war zeitgenössisch ein kaum erklärbares Phänomen. Erst mit dem Aufstieg der Virologie, die auch für historisches Material neue Erkenntnisse brachte…

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Archivarbeit ist das Richtige

Diese Einsicht setzt sich bei Isabella Stutrucker aus Wolfsburg immer mehr durch. Seit August 2020 verstärkt sie das Archivteam auf der Jugendburg Ludwigstein als Bundesfreiwillige. Jeden Morgen beginnt sie mit einem Rundgang durch die Magazinräume, um dort die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren. Sie ist für die Datensicherung ebenso zuständig wie für die Bestellungen der Archivnutzer, die sie aus den Regalen holt und in den Lesesaal bringt. Als Erschließungsprojekt widmet sie sich den Personenmappen, einer biografischen Sammlung voller interessanter Details, die in der Datenbank Arcinsys katalogisiert wird. Langeweile kommt…

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Geschichte, Haltung und Konfliktmanagement - HNA-Lesergespräch auf Burg Ludwigstein am 19.09.2020 um 10 Uhr

Auf der Jugendburg Ludwigstein werden große Themen oft lauter und früher diskutiert, bevor sie in der Gesellschaft insgesamt ankommen. Bereits seit 2015 gibt es hier eine „Haltung gegen Rechtsextremismus“. Sie ist als Leitfaden für den Umgang mit den meist jugendlichen Gästegruppen im Alltag sehr präsent. Wie es dazu kam und was das mit der Ludwigsteiner Geschichte zu tun hat, können Sie mit uns am Samstag, den 19. September um 10 Uhr diskutieren. Eine Führung durch die Jugendbildungsstätte und das Archiv der deutschen Jugendbewegung mit Quellen und Präsentationen sind inbegriffen. Herzlich willkommen auf der 100 Jahre alten Jugendburg…

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Chorleiter, Komponisten, Sängerinnen - wie die JugendMUSIKbewegung ins Archiv kam

In einem ersten Fazit blickt das Team des Projektes „Quellen zur Jugendmusikbewegung“ innerhalb des Ludwigsteiner Archivs auf die bisher geleistete Arbeit. Seit März 2020 widmen sich zwei Wissenschaftlerinnen den umfangreichen Beständen, Dr. Ute Brüdermann (Bückeburg) und Dr. Amrei Flechsig (Hannover). Im Detail erschließen sie die biografischen, publizistischen und organisatorischen Quellen, in denen das seit 1920 aus der Jugendbewegung heraus entstandene Musik-Netzwerk sichtbar wird. Während Brüdermann eine komplexe, von dem Hamburger Musikpädagogen Fritz Jöde (1887-1970) initiierte Materialsammlung bearbeitet, widmet sich Flechsig der…

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Nächste Archivtagung erst 2021

Die für das vorletzte Oktoberwochenende geplante Archivtagung "Transzendental obdachlose Jugend? Sinnsuche, Sinnfragen, sinn-volle Praktiken der jungen Generation in den ersten Nachkriegsjahren (1945–1949)" muss in diesem Jahr leider ausfallen. Unter den Bedingungen der Corona-Krise wäre eine Veranstaltung mit - wie üblich - 80 bis 100 Teilnehmenden auf der Burg nicht zu realisieren. Daher haben sich die Veranstalter, Prof. Dr. Wolfgang Braungart (Bielefeld) vom wissenschaftlichen Beirat des Archivs und die Archivleitung, entschlossen, die Tagung auf das kommende Jahr zu verschieben (22.-24.10.2021).

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