Archivblick

Nächste Archivtagung erst 2021

Die für das vorletzte Oktoberwochenende geplante Archivtagung "Transzendental obdachlose Jugend? Sinnsuche, Sinnfragen, sinn-volle Praktiken der jungen Generation in den ersten Nachkriegsjahren (1945–1949)" muss in diesem Jahr leider ausfallen. Unter den Bedingungen der Corona-Krise wäre eine Veranstaltung mit - wie üblich - 80 bis 100 Teilnehmenden auf der Burg nicht zu realisieren. Daher haben sich die Veranstalter, Prof. Dr. Wolfgang Braungart (Bielefeld) vom wissenschaftlichen Beirat des Archivs und die Archivleitung, entschlossen, die Tagung auf das kommende Jahr zu verschieben (22.-24.10.2021).

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Corona - und (k)ein Ende, archivisch gesehen

Bereits seit zwei Wochen sind die Lesesäle vieler hessischer Archive wieder geöffnet und Anfragen wurden ohnehin durchgehend bearbeitet. Wer aber im Archiv der deutschen Jugendbewegung gründlich recherchieren möchte und von außerhalb kommt, nutzt in der Regel auch die Annehmlichkeiten der Burgherberge. Insofern ist die Archivarbeit in Zeiten von Corona hier am Ort doch stark eingeschränkt. Als Erster hat Thure Alting aus Wiesbaden in der letzten Woche diese Hürden überwunden. In seinem Zelt verbrachte er - coronapräventionskonform - eine Nacht unterhalb der Burg und konnte so zwei Tage lang anhand einschlägiger Quellen seiner Fragestellung…

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Archivlesesaal wieder geöffnet

Der Lesesaal des AdJb auf Burg Ludwigstein ist wieder geöffnet. Jeweils ein*e Nutzer*in darf sich in dem 20 qm großen Raum aufhalten. Außerdem müssen die allgemeinen Regeln zur Corona-Prävention eingehalten werden: Abstand halten untereinander 1,50 m, regelmäßiges Händewaschen usw. Daher fragen Sie bitte vor einem Besuch per E-Mail oder telefonisch nach, ob der Aufenthalt im Archiv möglich ist. Wir stehen Ihnen für Auskünfte wie gewohnt zur Verfügung.

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Mittendrin: Archive zum Thema „Kommunikation“ in der Kasseler Markthalle

Nicht nur um die Wurst ging es am Samstagvormittag in der Kasseler Markthalle, sondern auch um schwer leserliche Handschriften der Vorfahren. Archivarinnen und Archivare von 15 nordhessischen Einrichtungen hatten sich zusammen gefunden, um den bundesweiten „Tag der Archive“ gemeinsam zu begehen. Dazu hatten sie Lesehilfen und Laptops mitgebracht und sind den Leuten „auf die Pelle“ gerückt, um ihnen bei der „Kommunikation“ mit der Geschichte zu helfen. Viele Gespräche zeigten das Interesse der Kasseler*innen an historischen Themen und Sachverhalten, aber auch an der Tätigkeit der höchst unterschiedlichen Archive. Gastgeber war das Stadtarchiv…

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Uromas Briefe - nicht zu entziffern?

Das Thema Kommunikation steht im Mittelpunkt des bundesweiten Tags der Archive am 7. März 2020: „Von der Depesche bis zum Tweet“. Das Archiv der deutschen Jugendbewegung beteiligt sich an einem gemeinsamen Auftritt der „Archive in Nordhessen“ in Kassel. In der dortigen Markthalle präsentieren sich von 8 bis 14 Uhr u. a. das Stadtarchiv Kassel, das documenta archiv, das Landeskirchliche Archiv Kassel, Arolsen Archives. Angeboten werden verschiedene Aktionen rund um das Thema Kommunikation, u. a. eine „Lesehilfe zum Entziffern alter Handschriften“. Die Kolleginnen und Kollegen der beteiligten Archive aus dem Arbeitskreis „Archive in Nordhessen“…

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Ausstellung, Buch und neue Quellen zur Lebensreform

Nicht nur in der Jahresausstellung „Gelebte Utopien“, sondern auch im jüngst erschienenen Tagungsband des Archivs der deutschen Jugendbewegung steht die Lebensreform der Jahrhundertwende um 1900 im Mittelpunkt . Dabei geht es im einen Fall um Siedlungsprojekte, im anderen um einen Vergleich mit den Alternativkulturen um 1980. Zuletzt hat der Forschungspionier auf diesem Gebiet, Prof. Dr. Ulrich Linse aus München, seine Materialsammlung im Vorlass N 139 im AdJb noch einmal ergänzt - eine gute Basis für neue Fragestellungen zu diesen faszinierenden gesellschaftsreflektierenden Praktiken und Milieus.

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Ohne „Bufdi“ geht (fast) nichts

Leonie Durotin interessiert sich für Geschichte, war eine Zeitlang bei den Pfadfindern und wollte sich für die Neuorientierung nach dem Abitur etwas Zeit nehmen. Unter diesen Voraussetzungen begann sie im Juli ihren Bundesfreiwilligendienst im Archiv der deutschen Jugendbewegung. Mitwirkung bei Veranstaltungen, Bearbeitung der Archivbestellungen und Erschließungsarbeiten an dem Sammlungsbestand "Personenmappen" sind seitdem ihre Hauptaufgaben. Jetzt, nach sechs Monaten, sagt sie dazu: "Meine Erwartungen haben sich erfüllt: neue Aufgaben und interessante Themen - das macht Spaß". BfDlerin im Archiv – auch im Fall von Leonie Durotin ist das ein…

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Kalter Krieg und junge Leute - Die Archivtagung 2019

Multiperspektivisch, im Dialog von Nachwuchswissenschaftler*innen und erfahrenen Forscher*innen, diskutierte die Archivtagung 2019, wie sich der Großkonflikt zwischen den Supermächten im Leben junger Menschen niederschlug. Auswirkungen bis in die Gegenwart wurden vor allem im Podiumsgespräch mit Zeitzeug*innen deutlich. Die Veranstalter, Prof. Dr. Meike Sophia Baader (Hildesheim) und Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Leipzig) (Foto) vom Wissenschaftlichen Beirat des Archivs der deutschen Jugendbewegung, waren mit dem Verlauf und dem guten Publikumszuspruch sehr zufrieden.

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Ausstellung im Aufbau: Siedlungsprojekte der Lebensreform

Donnershag bei Sontra (Abb.) sowie Loheland und Schwarzerden in der Rhön - drei von insgesamt neun Beispielen aus dem hessischen Umland veranschaulichen, wie sich Lebensreformer*innen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ein gutes Leben vorstellten. Von der bürgerlichen Kleinfamilie in einer städtischen Mietwohnung grenzte man sich klar ab. Stattdessen bildeten kollektive Lebens- und Arbeitsgemeinschaften den Ausgangspunkt. Auf deren Basis wurden eine naturnahe Landwirtschaft und Bildungsprojekte betrieben, um die eigenen Überzeugungen weiterzutragen. Ideologische Verirrungen nicht ausgeschlossen! Studierende der Universität Würzburg aus…

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Mazdaznan - Der „Meistergedanke“ als Lehre am Bauhaus

Wenn dieser Tage an die Gründung des Bauhauses in Weimar 1919 erinnert wird, stehen meist dessen richtungweisende Entwürfe zur Neugestaltung von Architektur und Design im Mittelpunkt. Eine weniger bekannte Quelle dieser Schule der Moderne war die Weisheitslehre „Mazdaznan“, die von dem Bauhaus-Meister Johannes Itten vertreten wurde. Die Bauhaus-Schüler mussten sich der um „körperliche und mentale Übungen zentrierten Reformreligion“ unterwerfen (Ulrich Linse). Es handelte sich um ein Programm strikter lebensreformerischer Askese, das zur Disziplinierung der Lebensführung anhielt. [Zum Weiterlesen.] - Auch Hugo „Fidus“ Höppener, der Schöpfer…

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