Archivblick

Uromas Briefe - nicht zu entziffern?

Das Thema Kommunikation steht im Mittelpunkt des bundesweiten Tags der Archive am 7. März 2020: „Von der Depesche bis zum Tweet“. Das Archiv der deutschen Jugendbewegung beteiligt sich an einem gemeinsamen Auftritt der „Archive in Nordhessen“ in Kassel. In der dortigen Markthalle präsentieren sich von 8 bis 14 Uhr u. a. das Stadtarchiv Kassel, das documenta archiv, das Landeskirchliche Archiv Kassel, Arolsen Archives. Angeboten werden verschiedene Aktionen rund um das Thema Kommunikation, u. a. eine „Lesehilfe zum Entziffern alter Handschriften“. Die Kolleginnen und Kollegen der beteiligten Archive aus dem Arbeitskreis „Archive in Nordhessen“…

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Ausstellung, Buch und neue Quellen zur Lebensreform

Nicht nur in der Jahresausstellung „Gelebte Utopien“, sondern auch im jüngst erschienenen Tagungsband des Archivs der deutschen Jugendbewegung steht die Lebensreform der Jahrhundertwende um 1900 im Mittelpunkt . Dabei geht es im einen Fall um Siedlungsprojekte, im anderen um einen Vergleich mit den Alternativkulturen um 1980. Zuletzt hat der Forschungspionier auf diesem Gebiet, Prof. Dr. Ulrich Linse aus München, seine Materialsammlung im Vorlass N 139 im AdJb noch einmal ergänzt - eine gute Basis für neue Fragestellungen zu diesen faszinierenden gesellschaftsreflektierenden Praktiken und Milieus.

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Ohne „Bufdi“ geht (fast) nichts

Leonie Durotin interessiert sich für Geschichte, war eine Zeitlang bei den Pfadfindern und wollte sich für die Neuorientierung nach dem Abitur etwas Zeit nehmen. Unter diesen Voraussetzungen begann sie im Juli ihren Bundesfreiwilligendienst im Archiv der deutschen Jugendbewegung. Mitwirkung bei Veranstaltungen, Bearbeitung der Archivbestellungen und Erschließungsarbeiten an dem Sammlungsbestand "Personenmappen" sind seitdem ihre Hauptaufgaben. Jetzt, nach sechs Monaten, sagt sie dazu: "Meine Erwartungen haben sich erfüllt: neue Aufgaben und interessante Themen - das macht Spaß". BfDlerin im Archiv – auch im Fall von Leonie Durotin ist das ein…

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Kalter Krieg und junge Leute - Die Archivtagung 2019

Multiperspektivisch, im Dialog von Nachwuchswissenschaftler*innen und erfahrenen Forscher*innen, diskutierte die Archivtagung 2019, wie sich der Großkonflikt zwischen den Supermächten im Leben junger Menschen niederschlug. Auswirkungen bis in die Gegenwart wurden vor allem im Podiumsgespräch mit Zeitzeug*innen deutlich. Die Veranstalter, Prof. Dr. Meike Sophia Baader (Hildesheim) und Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Leipzig) (Foto) vom Wissenschaftlichen Beirat des Archivs der deutschen Jugendbewegung, waren mit dem Verlauf und dem guten Publikumszuspruch sehr zufrieden.

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Ausstellung im Aufbau: Siedlungsprojekte der Lebensreform

Donnershag bei Sontra (Abb.) sowie Loheland und Schwarzerden in der Rhön - drei von insgesamt neun Beispielen aus dem hessischen Umland veranschaulichen, wie sich Lebensreformer*innen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ein gutes Leben vorstellten. Von der bürgerlichen Kleinfamilie in einer städtischen Mietwohnung grenzte man sich klar ab. Stattdessen bildeten kollektive Lebens- und Arbeitsgemeinschaften den Ausgangspunkt. Auf deren Basis wurden eine naturnahe Landwirtschaft und Bildungsprojekte betrieben, um die eigenen Überzeugungen weiterzutragen. Ideologische Verirrungen nicht ausgeschlossen! Studierende der Universität Würzburg aus…

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Mazdaznan - Der „Meistergedanke“ als Lehre am Bauhaus

Wenn dieser Tage an die Gründung des Bauhauses in Weimar 1919 erinnert wird, stehen meist dessen richtungweisende Entwürfe zur Neugestaltung von Architektur und Design im Mittelpunkt. Eine weniger bekannte Quelle dieser Schule der Moderne war die Weisheitslehre „Mazdaznan“, die von dem Bauhaus-Meister Johannes Itten vertreten wurde. Die Bauhaus-Schüler mussten sich der um „körperliche und mentale Übungen zentrierten Reformreligion“ unterwerfen (Ulrich Linse). Es handelte sich um ein Programm strikter lebensreformerischer Askese, das zur Disziplinierung der Lebensführung anhielt. [Zum Weiterlesen.] - Auch Hugo „Fidus“ Höppener, der Schöpfer…

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Quellen zur Jugendmusikbewegung - Das neue DFG-Projekt im AdJb

Das AdJb verfügt über einen einzigartigen Quellenkorpus zur Geschichte der deutschen Musikkultur des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt der Jugendmusikbewegung: Nachlässe, archivalische Sammlungen, Fotografien, Tonträger, Liederbücher, Noten, musikgeschichtliche Druckwerke und anderes mehr. In den Katalogen des Archivs ist das alles schwierig zu finden, denn die große Menge und heterogene Zusammensetzung der Quellen verhinderten bislang eine fachgerechte Erschließung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun Geldmittel bereit gestellt, um die vernetzten Quellen zu bearbeiten und digital zu präsentieren.

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Dauerhaft gesichert und digital verfügbar

Die „Bundessicherungsverfilmung“ ist ein Programm, das nur Archivgut von höchster nationaler Bedeutung zugute kommt. Um dessen Inhalte vor Verlust zu bewahren, werden davon seit 1961 Mikrofilme erstellt und an einem zentralen Bergungsort katastrophensicher eingelagert. Das Verfilmen und anschließende Digitalisieren findet für Hessen im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden statt. Erstmals ist nun den zentralen Nachlässen des Ludwigsteiner Archivs die höchste Dringlichkeitsstufe attestiert worden. Zurzeit werden die Unterlagen von Gustav Wyneken (1875-1964) bearbeitet, die anschließend für umfängliche Forschungszwecke nicht nur im Lesesaal sondern auch…

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Junge Geschichtsforschung auf dem Ludwigstein

Eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe setzt sich fort: zum siebten Mal kamen 20 historisch Forschende jüngeren Semesters zu einem „Workshop Jugendbewegungsforschung“ auf der Burg Ludwigstein zusammen. Eigenverantwortlich organisiert, unterstützt vom Archiv und der Jugendbildungsstätte wurden drei Tage lang laufende Projekte diskutiert zu Themen wie „Schülerzeitungen“ (Abb.: Plakat für die Frankfurter Schülerzeitung „Blitzlicht“, 1950) , „Tanz in der Jugendbewegung“ oder „Techno als jugendkulturelles Phänomen“. Als Gast begleitete Prof. Dr. Bernd Wedemeyer-Kolwe (Hannover) die bundesweit zusammen gesetzte Gruppe Studierender, die sich auf…

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