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Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotografien von Arie Pack. Als Fotoamateur begann er Anfang der 1930er Jahre, zunächst das Leben in seinem Jugendbund zu dokumentieren. Im Jahr 1932 ging er nach Palästina und schloss sich dort einem Kibbuz an.
Der Fotobestand von Arie Pack ist von außergewöhnlich großer historischer Bedeutung. Die Fotografien dokumentieren originell und detailreich den Alltag jüdischer Jugend, insbesondere der jüdischen Jugendbewegung in Deutschland ab 1930, ihre Emigration nach Britisch Palästina und den Neuanfang in einem Kibbuz.
Pack beobachtet Personen und Ereignisse seiner Umwelt auf Augenhöhe, schildert das Leben sozusagen aus der Mitte der Jugendgruppen heraus, nimmt Stimmungen auf und formt sie zu bildlichen Atmosphären. So gelingen ihm faszinierende Einsichten und authentische Darstellungen vergangener jugendlicher Lebenswelten.
In Deutschland ist diese Fotosammlung auch fotohistorisch Interessierten unbekannt, denn sie wurde erst in den letzten Jahren im Archiv des israelischen Kibbuz Naan im Nachlass des Fotografen wiederentdeckt.
Die Ausstellung wird durch die Hessische Kulturstiftung und die Töpfer-Stiftung gefördert.
Am 12. Dezemer 2025 um 14 Uhr wird die Eröffnung mit einem etwa einstündigen Programm gefeiert. Herzliche Einladung!
Bildrechte: Arie Pack collection, Kibbutz Na'an Archive - Israel
2005 Kolonialgeschichte
2006 Wickersdorf
2008 Erlebnisgeneration - Erinnerungsgemeinschaft
2009 100 Jahre Pfadfinder
2010 Jugendbewegte Geschlechterverhältnisse
2011 Fidus
2013 Diefenbach
2014 600 Jahre Burg Ludwigstein
2015 Julius Groß (1892 - 1986). Ein jugendbewegter Fotograf
2016 "Gegen Sumpf und Fäulnis ... ". Jugendbewegung, Lebensreform und Biopolitik
2017 Jugend - bewegt und voller Geschichte(n)
2018 Forschen zur Lebensreform. Quellen im Archiv der deutschen Jugendbewegung
2019 Gelebte Utopien - Siedlungsprojekte der Lebensreform
2020/21 Kinder- und Jugendzeitschriften der Nachkriegszeit im AdJb
2023-2025 Von Agnes bis Wanda. Filme, Fotoserien, Objekte und elf Porträts zu Frauen im Kontext der Jugendmusikbewegung