Vernetzte Quellen zur deutschen Musikkultur des 20. Jahrhunderts: Die Jugendmusikbewegung

Das Archiv der deutschen Jugendbewegung verfügt mit seinen Beständen zur Jugendmusikbe­wegung über ein einzigartiges Quellenkorpus zur Geschichte der deutschen Musikkultur des 20. Jahr­hunderts. In dem Korpus befinden sich Nachlässe, archivalische Sammlungen, Fotografien, Tonträger, Liederbücher, Noten, musikgeschichtliche Druckwerke und anderes mehr.

Einen besonderen Platz nimmt darin das "Archiv der Jugendmusikbewegung" ein, das von dem gleichnamigen, 1959 gegründeten Verein angelegt wurde. Dieser hatte sich die Aufgabe gestellt, das Schrifttum der Jugendmusikbewegung zu erfassen, dazu eine Bibliothek anzulegen und diese Sammlungen zu dokumentieren. Bis 2008 entstand zunächst in Hamburg, später in Wolfenbüttel, ausgehend von dem Grundstock, den der Gründer Professor Fritz Jöde eingebracht hatte, eine umfangreiche Sammlung. 2008 übergab der Verein diese Sammlung dem AdJb und löste sich 2013 auf. Die Sammlung wird im AdJb unter der Signatur A 228 geführt (bisherige Findmittel zum Aktenbestand und dem Tonmaterial: siehe unten).

Seit 2020 werden alle Quellen im AdJb zum Phänomen Jugendmusikbewegung in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt in Online-Datenbanken erschlossen. Geplant ist die Bereitstellung von ca. 25.000 Verzeichnungseinheiten in den Datenbanken ARCINSYS (für das Archivgut) und HEBIS (für das Bibliotheksgut) sowie die übersichtliche Präsentation der Erschließungsergebnisse auf einer thematischen Internetseite mit erweiterten Recherchefunktionen und Volldigitalisaten.

Nachlässe aus der Jugendmusikbewegung im AdJb:

  • Carl Bergmann, N 3
  • Erich Bitterhof, N 143
  • Max Drischner, N 165
  • Rolf Gardiner, N 44
  • Werner Gneist, N 171
  • Georg Götsch, N 62
  • August Halm, N 9
  • Rudi Rogoll, N 169
  • Wolfgang Stumme, N 247
  • Kurt Sydow, N 101
  • Willi Träder, N 162
  • Gottfried Wolters, N 168
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