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Kalligraphische Aufrufe, Denkschriften und Mitteilungen waren Medien, mit denen sich der Graphiker und Wanderprediger Gusto Gräser (1879 - 1958) zu Anfang des 20. Jahrhunderts an seine Mitmenschen wandte und zur Umkehr aufrief. Gräser gehörte zu den sprichwörtlichen „Künstler-Propheten“ im Umfeld der Lebensreformbewegung. Bekannt geworden ist Gräser u. a. als Mitbegründer der Siedlung „Monte Verità“ in der Schweiz.
Seit geraumer Zeit arbeitet das Archiv der deutschen Jugendbewegung mit dem Gräser-Sammler Hermann Müller (Knittlingen) zusammen. Letzterer hat nun die wichtigsten Stücke des wertvollen Gräser-Nachlasses zur Verwahrung in das Ludwigsteiner Archiv gegeben (Signatur: AdJb, N 277). Die Sammlungen zur Lebensreform wurden um eine bedeutende Ergänzung bereichert.