Bericht 2013

Vom 9.-11. August arbeiteten mehr als 50 Bauhelfer für den Erhalt der Jugendburg

Ein Bericht von Kira Koeltze

Nun ist sie schon wieder vorbei. Lange haben ihre Vorbereitungen gerade in der Ideenfindung und im Abgleich mit den Möglichkeiten gedauert. Endgültig standen die Baustellen am Freitag fest. Alles wie immer also.

Im Laufe des Freitagnachmittages und -abends reisten zahlreiche Bauhelfer an. Nach und nach fand jeder einen Raum in dem er gedachte zu nächtigen. Das Abendessen wurde beschlagnahmt und vernichtet. Im Anschluss dann das übliche Beisammensein mit Bier, Unterhaltungen und Gesang, welches bis tief in die Nacht dauerte. Erstaunlicherweise traf man beim Frühstück alle an. Die Morgenrunde wurde zur Einteilung der Baustellen genutzt und los ging es. Akkuschrauber und Flex waren wie immer heiß begehrt. Doch auch Maurerkellen und Eimer gingen weg wie warme Semmeln. Denn es wurden u.a. Türen in jeden Raum des Ennokellers gesetzt, die man auch noch verputzen musste. Der (Jugend-)bewegte Bau wollte vorher jedoch erstmal auf die Türmaße angepasst werden. Betonieren erfordert Erfindungsreichtum, dies wurde mal wieder festgestellt während man die Schalung einer Einstiegsvorrichtung bastelte.

Ein reges Treiben setzte ein, überall wurde geschrubbt, geschraubt und gehämmert; Pinsel zur Mangelware erklärt, sowie entsprechend viel lackiert. Der Kühlcontainer hat nun ein vervollständigtes schokobraunes Antlitz, sämtliche Geländer hüllen sich in seidenmatt-schwarz und die ehemalige Jubitür ist auch nicht wieder zu erkennen. Außerdem konnte endlich die Warnbarke am Kühlcontainer entfernt werden und die weiterhin vorhandene Absturzgefahr durch Holzgeländer vermieden werden.

Dem Enno wurden mit Botox und Faltencremes aus Lehm die ersten Abnutzungsspuren genommen, die Fassade ist nun optisch wieder ganz. Wenn das Make-Up in Form eines neuen Anstrichs kommt, sieht er wieder wie frisch geboren aus. Auch die Geländer wurden geschliffen und geölt, so dass sie dem Wetter länger standhalten. Ein Spritzschutz am Sommerküchenwaschbecken soll die Lehmfarbe zudem vor dem Wegfließen bewahren.

Samstagabend, nachdem alle Baustellen geschlossen waren, gab es Gegrilltes auf der Außenbühne. Die gefräßige Runde wurde schnell zu einer singenden und einer sich unterhaltenden Gruppe, die bis spät in die Nacht das gelungenen Werk feierte. Trotzdem waren auch am nächsten Morgen alle pünktlich in der Morgenrunde, wenn auch diesmal mit versteckten Kaffeetassen. Zum Bauen wurden diese allerdings im Speisesaal gelassen. Bei unerwartet kühlen Temperaturen beendeten allmählich alle ihre begonnenen Werke und räumten auf.

In der Abschlussrunde wurde dann noch das neue Konzept mit der verlängerten Winterbauhütte vorgestellt (2.-5. Januar 2014), das den Anspruch hat, eine bessere Kontinuität in der Arbeit zu erreichen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen ließen wir die Bauhütte ausklingen und mal mehr mal weniger zeitnah verschwanden fast alle Bauhelfer. Fünf blieben uns noch erhalten und sorgten dafür, dass die Restarbeiten nicht vom Burgbetrieb bewältigt werden mussten.

Bilder zur Sommerbauhütte 2013 folgen demnächst.