Praktikant: Paasches Ururenkel auf der Burg

Mit dem letzten Brief seiner bereits 1913 veröffentlichten Kaiserreich-Satire „Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland“ hatte Hans Paasche der Freideutschen Jugend des Hohen Meißners ein literarisches Denkmal gesetzt und sie zum Hoffnungsträger für gesellschaftlichen Wandel erkoren. Der Erste Weltkrieg kühlte diese Projektion des Marineoffiziers, Lebensreformers und Pazifisten Paasche deutlich ab. 1920 von Rechtsradikalen ermordet, setzten ihm die Wandervögel unmittelbar nach dem Erwerb der Burg Ludwigstein nun ihrerseits ein Denkmal – die Paasche-Linde. Paasches Nachkommen, er hinterließ vier kleine Kinder, verteilten sich in zwei Generationen über die halbe Welt und so ist es kein Zufall, dass unser Ludwigsteiner Praktikant Razi Paasche-Orlow aus Boston/Massachusetts anreisen musste. Seine Erlebnisse sind hier in einem Interview nachzulesen.