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20.4.2014 : 7:49

Der Turm

Neben dem Tor erhebt sich, fast zur Hälfte aus dem Mauerring hervortretend, der fünfgeschossige Bergfried mit 7,5 m Durchmesser und - bis zum Dachansatz - 25 m Höhe. Er hat einen kreisförmigen Grundriss, und seine Mauerstärke nimmt von unten nach oben von etwa 2,40 m bis auf 1,10 m ab.

Grundsätzlich war der Turm nicht dauerhaft bewohnt, wie das für einen Bergfried charakteristisch ist. Das oberste Geschoss, das leicht vorkragt, verfügt jedoch über einen kleinen, heute nicht mehr betriebenen Kamin. Es ist offenbar als Türmerstube genutzt worden,  so dass von einer zusätzlichen Funktion als Wartturm ausgegangen werden kann.

Der Turm trägt ein niedriges, heute mit Schiefer gedecktes Kegeldach, das von einer Wetterfahne in Form eines Wandervogelgreifen gekrönt wird.

Der Zugang zum Turm liegt – wie bei den meisten mittelalterlichen Wehrtürmen – im ersten Obergeschoss und ist vom Burghof aus über eine Freitreppe sowie über das Kaminzimmer im ehemaligen Wohnbereich zu erreichen. Der Eingang konnte von innen mittels eines Verschlussbalkens verriegelt werden; die Aussparungen im Mauerwerk sind noch sichtbar.

Der Aufstieg im Turm selbst erfolgt bis zum dritten Geschoss über eine innerhalb der Außenmauer angelegte, rechtsgewendelte Treppe. Die drei oberen Geschosse waren früher durch einziehbare Leitern miteinander verbunden. Die heutigen Treppen wurden erst im 20. Jh. errichtet. In den drei oberen Geschossen befinden sich schmale Fenster. Die Schlüsselscharten unter den Fensterbrüstungen weisen auf die Verwendung von Feuerwaffen hin.

Im Erdgeschoss des Turms liegt das mehr als 7 m hohe Burgverlies, das - wie der darüber liegende Raum - von einer Kuppel überwölbt ist und von Hugo, unserem Burggespenst, bewohnt wird. Es ist nur über das sog. Angstloch im Kuppelscheitel zugänglich. In den Außenmauern des Turms leben wechselweise Dohlen und Falken.

Patengruppe

Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern.