Die Schülerschule
Schüler unterrichten - sich selbst
Selber machen! Was kommt dabei heraus, wenn dieses zentrale Schlagwort der Jugendbewegung an den Schulen Einzug hält? Genau: Unterricht von Schülern für Schüler. Und das geht ganz einfach: Aus Schülern werden Lehrer - zumindest für einen halben Tag. Und weil sie wie ganz normale Lehrer ihre Klassenkameraden unterrichten, erhalten sie dafür auch ein Gehalt.
Die erste Gruppe von Schülerlehrern bildete sich 2007 aus einer Realschulklasse der Carl-Schomburg-Schule in Kassel. Auf einer
Infoseite im Internet beschreiben sechs beteiligte Schüler ihr Projekt. Diese erste Generation von Schülerlehrern bereitet sich nun auf die Abschlussprüfungen vor und hat das Paukerdasein vorerst beendet. Vorher wurden insgesamt sieben Schulklassen mit einem dreistündigen Planspiel zum Thema Globalisierung unterrichtet - darunter auch eine Gymnasialklasse, worauf alle besonders stolz waren. Höhepunkt war aber die Einladung der Schülerschule an die Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode, über das auch in der
Presse berichtet wurde. Dort hat das Projekt nun ein zweites Standbein bekommen, und die neuen, noch in der Ausbildung befindlichen Schülerlehrer stehen kurz vor der Feuertaufe.
Das Projekt Schülerschule wird von der Jugendbildungsstätte Ludwigstein in enger Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort entwickelt und erhält finanzielle und inhaltliche Unterstützung durch das Aktionsprogramm "Partizipation und Kooperation zwischen Ganztagsschule und Jugendarbeit" (
PKJS) des Hessischen Sozialministeriums. Weitere Informationen zu Inhalt und Zukunft dieses für Nachahmer und Mitdenker offenen Projekts sind beim Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte,
Stephan Sommerfeld, Tel. (05542)5017-30, erhältlich.




