Das Salz der Werra
Dass die Werra bis 1990 aufgrund ihres hohen Salzgehalts immer wieder in die Schlagzeilen geriet, hatte mit dem großindustriellen Abbau einer in ihrem Umfeld natürlich vorkommenden Verbindung zu tun, die den Ort schon für die alten Römer bemerkenswert machte. Freilich ging es bis zum 20. Jh. nicht um die Gewinnung von Kalisalzen. Vielmehr wurde - v. a. zur Konservierung von Lebensmitteln - Kochsalz benötigt. Und wo das "weiße Gold" im Binnenland zu finden war, war das Auskommen der dort Siedelnden gesichert.
Das im Södertor von Bad Sooden untergebrachte Salzmuseum greift die bis in die Römerzeit zurückgehende Nutzung und Erschließung der salzhaltigen Quellen auf. Bis 1906 hat dieser Erwerbszweig das Leben der Stadt bestimmt und ihr schließlich auch zu ihrem Status als Sole-Heilbad verholfen. Dicht bei dem Museum liegt das von Grund auf sanierte Gradierwerk, das der Konzentration der Sole diente, bevor sie in den Siedepfannen verkocht wurde.
Museum und Gradierwerk sind attraktiv zwischen Altstadt und Kurpark eingebettet. Das Museum ist vom Umfang her recht überschaubar, das Gradierwerk kann fast vollständig begangen werden. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Werrataltherme.
Umfangreiche Informationen zum Salzmuseum und insbesondere zur Salzgewinnung in Bad Sooden enthält die Seite des
Vereins für Heimatkunde in Bad Sooden-Allendorf.
Wegbeschreibung
Das Salzmuseum im 9 km entfernten Bad Sooden ist am günstigsten mit der Buslinie 220 in Richtung Eschwege zu erreichen. Die Fahrzeit ab dem beim
Brunnenhaus gelegenen Halt Witzenhausen, Ludwigstein beträgt bis zum Halt Bahnhof/ZOB Bad Sooden-Allendorf 15 Minuten. Durch den Bahnhof unterquert man die Gleise, wendet sich dann nach rechts und erreicht nach etwa 150 m das Södertor.
Auskunft
Salzmuseum
Rosenstraße 1-5
37242 Bad Sooden-Allendorf
Tel. (05652) 2556