Sie sind hier: Für die Bünde / Veranstaltungen der Burg / Beräunertreffen / Rückblick 2011
20.6.2013 : 8:22

Rückblick auf das Beräunertreffen 2011

Wir haben eine umfangreiche Bildersammlung für Euch zusammen gestellt, die wir gern noch ergänzen, wenn uns weitere Bilder zugehen.

Liederblätter und Tonaufnahmen

Bericht

von Jasmin Schumann (Ente)

Begegnungsfreude, sprühende Begeisterung, Innovation und Tradition sind für mich die Begriffe, die für das diesjährige Beräunertreffen stehen.

Vieles war wie immer: Am Freitag reisten die meisten Sänger und Zuhörer an, um ein Konzert zu hören; am Samstag fanden tagsüber Arbeitsgruppen statt, und nachmittags um 17 Uhr begann der Singewettstreit, dem anschließend eine lange Singenacht folgte. Dennoch war diesmal vieles anders: Zum ersten Mal seit Beginn des Beräunertreffens wurde die gesamte Burg von uns Sängern und Zuhörern belegt, so dass der Beräunergeist ungehindert durch alle Ecken der Burg wehen und sich ausbreiten konnte. Diesem schönen und sprühendem Geist konnte sich kaum jemand entziehen. Er ließ eine  freudige Erwartung auf den Wettstreit in uns  wachsen und eine Neugierde, die anderen Sänger kennen zu lernen.

Entfacht wurde der Beräunergeist schon am Freitagabend durch das Konzert der Gruppe „Schlagsaite“. Durch ihre Mischung aus ruhigen und spritzigen Liedern mit zeitgemäßen Texten gelang es ihnen, den Bogen vom traditionell bündisch angehauchten Musikstil bis zum heute gängigen Diskomusikstil zu schlagen. Da hielt es so manchen nicht mehr auf dem Stuhl! Die Beine wollten einfach tanzen, hüpfen und springen. Das Konzert ging in einen rauschenden Singeabend im Meißnersaal über, der einige schon am Beginn des Wochenendes die Stimme kostete.

Der anschließende Samstagvormittag war geprägt vom konzentrierten Arbeiten in musischen Arbeitgruppen oder vom Genießen des schönen Wetters. Zum diesjährig erstmals gemeinsamen Mittagessen aus der Burgküche versammelten sich nochmal alle Sänger und Zuhörer, die dann auseinander strömten, um ihre Lieder zu üben, das Archiv zu besichtigen oder über den dieses Jahr ebenfalls erstmals stattfindenden Handwerkermarkt im Rittersaal zu schlendern. Dort wurden selbst hergestellte Waren wie Tassen, Bücher, Honig und einiges mehr angeboten. Der Beräunergeist fand also in diesem Jahr eine Fortsetzung von selbst erstellten Liedern hin zu selbst erstellten Waren. Hoffentlich werden im nächsten Jahr noch mehr Menschen von diesem Geist erfasst! Sie sind herzlich willkommen ihre Ware auszustellen.

Der Wettstreit selbst stand in diesem Jahr ebenfalls im Zeichen von Tradition und Innovation: So sahen wir viele Sänger aus den vergangenen Jahren wieder. Bounty und seine Familie, die seit dem ersten Beräunertreffen regelmäßig auftreten, gewannen diesmal erstmalig den Wettstreit der Gruppen. Der erste Platz bei den Einzelsängern ging wieder an die Laninger. Innovativ war die erstmalige Radio-Liveübertragung des Wettstreites mit Moderation von Stephan und Milena. So konnte der Wettstreit auf dem ganzen Erdball mit verfolgt werden!

An die Singerunden, die dem Wettstreit folgten, denken sicher auch viele von uns gern zurück.

Es war ein wunderschönes, gelungenes Wochenende!

Impressionen

Die Schlagseite hat gerockt! Mit viel Tanz und Gesang ging es bis in die frühen Morgenstunden. Halb ausgeschlafen ging es dann zum Frühstücken und Proben. Es gab wie jedes Jahr sehr unterschiedliche Auftritte, doch im Gegensatz zum letztem Mal kam es einem nicht unendlich lang und träge vor. Abends haben wir dann noch mal ordentlich gefeiert und am Sonntag gemütlich in der Sonne gefrühstückt. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt von Frankreich hoch zu kommen!

Fredi, Ska-Bund

war doch ein prima wochenende, oder? klasse konzertabend - gute und gut besuchte ag's - meiner meinung nach sehr gut angenommener markt - prima wetter, guter wettstreit und ausgewogene, fröhliche singerunden.

rosé, Deutsche Gildenschaft

Wir waren ja dieses Jahr das erste Mal beim Beräunertreffen dabei und dann gleich auf der Bühne... Es war einfach ein wunderschönes Wochenende und es ging auch gar nicht nur um den Singewettstreit, sondern vielmehr auch um die überbündischen Begegnungen mit alten und neuen Gesichtern. Es hat einfach Spaß gemacht auf der Bühne zu stehen, zu rocken und zu merken, dass das Publikum mitgeht. Natürlich war danach noch nicht Ende, sondern es wurde überall auf der Burg weiter gesungen, getanzt und gefeiert. Ein Erlebnis, dass auf jeden Fall in Gedanken und im Herzen bleibt und sehr nach Wiederholung schreit, danke!

Thurid, Jomsburg - Freie Pfadfinderschaft

Es war eine tolle Stimmung bei unserem Konzert und hat viel Spaß gemacht! Klasse war, dass wir hinterher einfach mit feiern und direkt am gleichen Ort ins Bett fallen konnten – das haben wir nicht oft nach Konzerten.

Schlagsaite

Donnerstagnacht zogen mir noch viele Gedanken durch den Kopf. War wirklich jeder Punkt bedacht, werden alle Helfer da sein, wird der Kuchen reichen und werden wir es hin bekommen, so viele so unterschiedliche Leute zu einem freudigen und friedlichen Wochenende auf der Burg zu vereinen? Schon Freitag beim Arbeitsfrühstück war klar, alle Helfer sind motiviert und packen zu. Dann war es Abend, viele Leute in viele Zimmer verteilt, Schlagsaite auf der Bühne, viele unterschiedlichste Zuschauer im Saal. Es geht los!
Schnell beginnen auch die Beine derer zu zucken, die vorher noch auf Stühlen saßen, immer mehr und mehr Leute können sich der Musik nicht widersetzen und tanzen. Alle zusammen: Wandergesellen, Ska-Bünder, Ludwigsteiner, Wandervögel, Pfadfinder,... Anschließend geht die wunderbare Stimmung in einen wunderbaren Singeabend über. "Wir steh‘n nicht links, nicht rechts, nicht liberal - wir haben Mut." Wie schön: eine Gänsehaut auf meinem Rücken. Nicht nur auf meinem, manch einer hebt bei dieser Textzeile die Stimme! Ja, das ist sie, die Freude und Kraft, die sich auf der Ludwigstein im vergangenen Jahr entwickelt hat. Klar gibt es hier viele kontroverse Diskussionen, klar auch sehr unterschiedliche Meinungen, das gehört dazu. Doch diese zukunftszugewandte Freude, die macht uns stark.
Kurz beginnt die Stimmung zu schwanken. Erste Leute bringen Berichte von Japan mit, Apokalypse! Und nun? Schlagsaite spielt "Das ist der Untergang" und wir feiern. Ja was sollen wir auch sonst tun gegen die Hilflosigkeit, die einen angesichts der Bilder überkommt? Samstagabend, der Singewettstreit ist vorbei, die Singerunden kommen schleppend in Gang. Mancherorts ist Munkeln zu hören, dass man nicht feiern mag angesichts der Bilder aus Japan. Im Kaminzimmer stimmt der Weinbacher Wandervogel "Tsen brider" an - ein kraftvolles, fröhliches Lied. Freude im Angesicht des Untergangs, vielleicht ist das genau der Schlüssel? Jedenfalls für uns und heute Abend. Die Singerunde gewinnt an Freude und Leidenschaft. Ob die Lust zum Tanzen noch Schlagsaite und dem Vorabend zu verdanken ist? Ein rauschendes Beräunerfest, bei dem eigentlich alles wie am Schnürchen geklappt hat, und von dem wir noch lange zehren werden!
Ein herzlicher Beräunerdank gilt: fuchur, Arne, Vicky, Kerstin, Perry, Andy, Carsten, tolu, James, Benno Kesting, Milena, Uwe, zwusel, alpi, bene, helm, hauke, jonas, benno, katha, balu, toni, ente, tingel, matz, nille, fredi und dem Rest des Ska-Bundes,  markus, daniel, dimitrie, markus, simeon, tüdel, benno, Birgit, Meike und rosé.

Schlumpf, Kranichschar Azur

Die ersten drei Plätze 2011

Singegruppen

1. Deutscher Mädelwanderbund
1. Bounty & Familie, BdP
2. Pfadfinderbund Jomsburg
3. Fahrtenbund Vierzig Morgen

Einzelsänger

1. venija/Schrimm, Laninger WV
2. Rumpel, BdP
3. Katja/Ilka, CPD