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22.5.2013 : 0:58

Der Mittelbau

Der gegenüber dem Burgtor gelegene und den Burghof als Querflügel abschließende Mittelbau ist mit seinem aus dem steilen Satteldach hoch aufragenden Schornstein als das alte Wirtschaftsgebäude zu erkennen. Hier befindet sich der zentrale Teil der Burgherberge. Der Mittelbau ist teilweise unterkellert. Er verfügt über zwei Vollgeschosse und zwei Dachgeschossebenen, von denen die untere vollständig und die obere zum kleineren Teil ausgebaut ist. Vor der hofseitigen Fassade hängen die rot-weiße Fahne des Landes Hessen und die grün-rot-goldene Fahne des Wandervogels.

Das Erdgeschoss, vom Hof aus durch eine Rundbogentür zu betreten, bildet i. w. der Speisesaal. Auffällig ist in diesem Raum ein mächtiger Rauchfang. Der gemauerte Mantel mit einem schweren, profilierten Holzkranz ruht auf zwei Kragsteinen in der Außenwand sowie auf zwei Eichenholzpfosten; er geht durch das Obergeschoss (Schneehagenzimmer) und tritt als Schornstein weit aus dem Dach hinaus. An der Nordostseite des Speisesaals befindet sich ein breiter Durchgang zum Wirtschaftsanbau (Burgkiosk, Essensausgabe), an der Westseite das Paaschezimmer sowie der Durchgang zum Meißnerbau.

Im Untergeschoss des Mittelbaus finden sich vom Hof her zugänglich der öffentliche Fernsprecher und die Tagestoiletten, von der Tordurchfahrt vor dem Meißnerbau im Nordwesten her zugänglich der Gewölbekeller.

Vom Burghof aus gesehen hinter dem Mittelbau schließt sich im Osten der erst Mitte des 20. Jh. entstandene Hansteinsöller an. An der Ostecke des Mittelbaus sind als Bildwerke der sog. Neidkopf (in Richtung auf Burg Hanstein) und der sog. Rufer (in Richtung Oberrieden) in zwei Ecksteine gehauen. Während der Dachgiebel in Richtung Oberrieden freundlich ins Tal grüßt, wirkt die hoch aufragende, heute vom Wirtschaftsanbau z. T. verdeckte, der Burg Hanstein zugewandte und mit einem Aborterker versehene Nordostseite des Mittelbaus weitgehend abweisend.

Im ersten Obergeschoss des Mittelbaus, das auch vom Hof aus über eine steinerne Treppe und eine Galerie zugänglich ist, befinden sich das Schneehagenzimmer und mehrere Schlafräume. Weitere Schlafräume sind im zweiten Obergeschoss und in der unteren Ebene des Dachgeschosses zu finden, so dass im Mittelbau in insgesamt 15 Zimmern 71 Betten zur Verfügung stehen.

Patengruppen

Stamm Löwenherz, Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (Zimmer 234)
Wandervogel Deutscher Bund (Zimmer 231, 232 und 233)
Fahrende Gesellen (Zimmer 227)
Kieler Kultur- und Singekreis (Zimmer 226)
Christliche Pfadfinderschaft Balduinsteiner Kreis (Zimmer 225)
Ska-Bund (Zimmer 224)
Mädchenwandervogel Solveigh (Zimmer 223)
Stamm Goldener Ring im Deutschen Pfadfinderbund (Zimmer 222)
Ravensberger Wandervogel (Zimmer 221)
Gau Kurpfalz der Fédération de Scoutisme Européen, Province d'Alsace (Zimmer 211 und 212)
Pfadfinderschaft Grauer Reiter (Schneehagenzimmer)
Zugvogel Deutscher Fahrtenbund (Paaschezimmer)
Arbeitskreis Europäische Jugendwochen (Gewölbekeller)