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24.5.2013 : 23:33

Der Meißnerbau

Der Meißnerbau gehört nicht zur Kernburg. Er wurde 1963 als rechteckiges Querhaus an der Nordwestseite der Burg errichtet und von dort aus über eine Art Wehrgang mit einem weiten, offenen Torbogen erschlossen.

Die Sandsteinmauern aus Bruchstein sind durch innen liegende Stahlbetonstützen ausgesteift und raumseitig durch eine Ziegelmauerung begradigt. Nach Nordwesten schließt ein Fachwerkgiebel die Dachgeschosse ab.

Der Meißnerbau verfügt über drei Vollgeschosse und zwei Dachgeschossebenen, von denen die erste ausgebaut ist. Alle Ebenen sind durch ein Treppenhaus mit einem offenen Treppenauge erschlossen. Nach Nordosten schließt sich der Hansteinflügel, nach Südwesten der Bilsteinflügel an den Meißnerbau an.

Im Erdgeschoss beherbergt der Meißnerbau den Meißnersaal, in dem 150 bis rund 200 Personen Platz finden sowie das Stuhllager. Ein Flügel steht neben der Bühne in einem nach Westen ausgerichteten Erker. Vor dem Saal ist eine Büste von Karl Fischer (1881-1941), dem Mitbegründer des Wandervogels, angebracht.

Im ersten Untergeschoss befinden sich Sanitär- und Archivräume, im Kellergeschoss die Umkleiden zu Schwimmbad und Sauna und - in zwei Garagen – eine Fahrradwerkstatt und ein Geräteraum.

Das Dachgeschoss beherbergt das Europazimmer mit einem Nebenraum und acht Schlafräume mit insgesamt 36 Betten. Auf dem Dach des Meißnerbaus ist eine der beiden Solarkollektoranlagen der Burg untergebracht.

Eine Bronzetafel an der Eingangsseite erinnert an den ersten Freideutschen Jugendtag 1913 auf dem Hohen Meißner, zu dessen 50. Wiederkehr das Haus eingeweiht und benannt wurde, ein steinernes Bildnis an der Ostecke des Hauses an Enno Narten (1889-1973), den Initiator der Jugendburg.

Patengruppe

Deutscher Mädelwanderbund (Europazimmer)