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31.7.2010 : 5:31

Der Landgrafenflügel

Der beim Blick in den Burghof vom Tor aus gesehen rechts gelegene Landgrafenflügel zeigt alle typischen Merkmale eines spätmittelalterlichen Palas mit repräsentativen Räumen und einer überdachten Freitreppe.

Die Außenmauer bildet, dem natürlichen Felsen folgend, einen Knick. Die Hofseite, eine Fachwerkwand auf Quadersockel, bildet dagegen eine Gerade und zeichnet sich durch reiche Zierformen aus. Charakteristisch ist vor allem die Gestaltung der Pfostenbasen des Obergeschosses nebst Fußwinkelhölzern mit geschnitzten Halbrosetten. Dieses Motiv, das heute in den Wandervogelfarben Grün, Rot und Gold erstrahlt, stammt aus der sog. Weserrenaissance und wiederholt sich an der Spitzbogentür des Eingangsgeschosses und - in Stein gehauen - am Kamin im Obergeschoss.

Der Gebäudeflügel hat unter einem steilen Satteldach mit zwei Zwerchhäusern zwei Dachgeschossebenen (wovon die untere ausgebaut ist) sowie zwei Vollgeschosse und ist teilweise unterkellert.

Das Erdgeschoss betritt man durch eine spitzbogige Holztür; in dem dahinter befindlichen Raum, der Alten Esse, ist noch der Mantel eines ehemaligen Kamins auf einem profilierten Stützbalken zu erkennen, der den noch vorhandenen Rauchfang trägt. Rechts der Alten Esse liegt der Zugang zum Meißnerzimmer, links der zum Burgbüro.

Vom Hof aus durch einen kurzen Gang unter der Freitreppe ist die Steinkammer zu erreichen. Rechts, unmittelbar neben diesem Zugang, führt hinter einer schweren, hölzernen Rundbogentür eine steile Sandsteintreppe hinab in den Burgkeller, der aus zwei durch eine weitere Rundbogentür voneinander getrennten Räumen mit einem Tonnengewölbe besteht.

In die ehemaligen Wohnräume im Obergeschoss des Palas (Kaminzimmer, Landgrafenzimmer) gelangt man - ebenfalls vom Hof aus - über die Freitreppe.

Patengruppen

Pfadfinderschaft Luchs (Kaminzimmer)
Pfadfinderschaft Phoenix (Landgrafenzimmer)
Mädchenwandervogel Solveigh (Meißnerzimmer)
Gau Franken im Deutschen Pfadfinderbund (Burgkeller)