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24.4.2014 : 18:07

Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege

Wer sich entscheidet, ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege auf Burg Ludwigstein zu absolvieren, hat ein Jahr voller schöner und nützlicher Erfahrungen vor sich.

Zum einen ist da der abwechslungsreiche Aufgabenbereich:

  • Du hilfst bei allen anfallenden Reparaturen auf der Burg mit, was natürlich bedeutet, dass Du Einblick in beinahe jeden Bereich des Handwerks bekommst.
  • Du bist erster Ansprechpartner für die Raumpaten der Burg und koordinierst und organisierst die einzelnen Raumpateneinsätze und die Sommer- und Winterbauhütte mit.
  • Des weiteren hast Du die Möglichkeit, Dir eigene Projekte zu überlegen und durchzuführen. So kannst Du besonders Deine eigenen Stärken betonen und Dich auch nachhaltig auf der Burg einbringen.

Und dann ist die Wohnsituation ein besonderer Anreiz für diese Einsatzstelle. Du bist mit den Zivildienstleistenden und der oder dem Freiwilligen des FÖJ der Burg zusammen im Landgrafenflügel untergebracht, so dass auch außerhalb Deiner Arbeitszeit immer für Programm gesorgt ist.

Schließlich ist nicht zu vergessen, dass Du ein ganzes Jahr lang auf der Jugendburg Ludwigstein leben wirst. Hier kannst Du die Welt der Jugendbewegung näher kennen lernen, und erlebst nebenbei den spannenden Alltag des Burgbetriebs.

Swetlana Baichel - FJD 2007/2008

Der Gewölbekeller strahlt in neuem Glanz

Ein Projekt der Freiwilligen in der Denkmalpflege auf Burg Ludwigstein

Seit Februar 2014 zeigt sich der Gewölbekeller der Jugendburg Ludwigstein in neuem Gewand! Bisher verdeckte gelber und weißer Putz das ursprüngliche Tonnengewölbe. Dieses wurde nun wieder zum Vorschein gebracht.
Durch eine neue Beleuchtung, bestehend aus Kronleuchtern und Wandlampen zur indirekten Beleuchtung sowie ausrichtbaren Spots, wird das Gewölbe stimmungsvoll in Szene gesetzt. So können zum Beispiel Buffets für Feiern und Hochzeiten wirkungsvoll in mittelalterlichem Flair präsentiert werden.

Zu Beginn der Arbeiten war nicht klar, wie das Gewölbe unter dem Putz aussieht. Es gab zwar bereits einige Stellen, an denen der Putz abgeschlagen und der Sandstein gut erhalten sichtbar war, doch wurde von großen Flächen, die mit Beton und Ziegelsteinen geflickt seien, berichtet.
Als nach den ersten Stunden Arbeit intaktes und gut erhaltenes Gewölbe zum Vorschein kam, war die Hoffnung groß, dass sich das restliche Gewölbe in ähnlich gutem Zustand befindet. Also hieß es: weiter stemmen. Nach zweieinhalb Wochen war der gesamte Putz entfernt, und abgesehen von kleinen Ausbesserungen und zwei mit Beton verschlossenen Schächten kam ein schönes Sandsteingewölbe zum Vorschein.

Für wilde Spekulationen sorgte eine kleine Nische in der Wand Richtung Rittersaal. Sollte sich dort tatsächlich ein Raum befinden und die Nische der Zugang dazu sein? Nachdem zwei Bohrungen durch die Rückwand zu keinem Ergebnis geführt hatten, wurde die Theorie jedoch fürs Erste fallen gelassen, und bis zur Aufklärung werden wohl noch Jahre vergehen …

Desweiteren wurde ein Schacht zum Speisesaal gefunden, der in der Zeit der Gründung als Jugendburg in den 1920er Jahren in den Keller eingebaut wurde. Dieser ist jedoch schon seit längerem von oben verschlossen.

­Das Gewölbe wurde an einigen Stellen neu verfugt und die unansehnlichen (Beton-)Flächen mit neutralem Putz versehen.

Der freigelegte Sandstein forderte ein neues, das Gewölbe betonendes, Beleuchtungskonzept. Aus Kupferrohr und Fahrradfelgen wurden sieben Wandlampen und zwei Kronleuchter gefertigt, die den Gewölbekeller in atmosphärisches Licht tauchen.

Viele freiwillige Helfer, darunter Bundesfreiwillige, Bauhelfer, ehemalige Freiwillige im Jahr der Denkmalpflege, Praktikanten und Wandergesellen halfen mit, dieses große Projekt in mehr als 800 Arbeitsstunden zu verwirklichen.

Wir hoffen, dass der Gewölbekeller in neuer Gestalt bei den Gästen der Burg Zuspruch findet.

Markus und Klaas (Freiwillige im Jahr der Denkmalpflege 2013/14)

Mehr zum FJD:

Für das FJD bewirbst Du Dich bei den ijgd (s. u.). Von den ijgd bekommst du ein monatliches Taschengeld von 410 €. Des weiteren nimmst Du kostenfrei an sieben jeweils einwöchigen Seminaren teil. Unterkunft und Verpflegung stellt Dir die Burg für eine monatliche Pauschale von 117 €, und die Kosten für die Sozialversicherung und für die Arbeitskleidung werden auch übernommen. Die Betreuung erfolgt durch den Burgwart Selmar Sechtling. Weitere Informationen gibt es im Burgbüro.

Bewerbungen gehen an:

Internationale Jugendgemeinschaftsdienste
Jugendbauhütte Romrod
Hannah-Arendt-Straße 3-7
35037 Marburg