Rundgang durch die Gesamtanlage
Wir betreten den mit Feldsteinen gepflasterten Burghof durch das mit dem
Torhaus überbaute Burgtor von Südwesten. Hoch über dem Tor liegt die alte Kanzlei (
Musikzimmer). Rechts von uns ragt der von einem Söller umgebene
Turm in die Höhe. Im Tordurchgang befindet sich links der Eingang zur
Torklause (heute Burgmuseum).
Den Grundriss der Hauptburg, deren Hof sich nun vor uns öffnet, bildet ein unregelmäßiges Viereck mit etwa 37 mal 22 Metern Außenlänge. Auf allen vier Außenseiten ist die bis zu 2,40 Meter starke Außenwand der Gebäude wie eine Ringmauer ausgebildet, die im Mittelalter nur von wenigen Schießscharten durchbrochen war. Die Mauern und der runde Turm sind aus rotem Bruchsandstein gemauert, wie er überall im Umfeld der Burg zu finden ist. Die Außenkanten hat man durch sauber behauene Quader verstärkt. Im Inneren sind die Gebäude in Fachwerkbauweise ausgeführt.
Im engen Burghof stehend liegt linker Hand - im Nordwesten - der ehemalige Stallflügel (
Seitenbau), in dessen Erdgeschoss heute der sog.
Rittersaal zu finden ist. Unter der Galerie des Seitenbaus befindet sich ein steinerner Tisch mit einer steinernen Eckbank, vor dem Seitenbau laden weitere Bänke zum Verweilen ein. Auf den beiden darüber liegenden Ebenen im Obergeschoss und im Dachgeschoss sind heute Schlafräume der Herberge untergebracht.
Rechter Hand (im Südosten) erstreckt sich der ehemalige Wohnflügel der Burg (
Landgrafenflügel), der im Kellergeschoss den nur vom Burghof her zugänglichen Burgkeller, im Erdgeschoss das Burgbüro, das
Meißnerzimmer und die
Steinkammer (Gedenkraum) beherbergt. Über eine große Freitreppe ist das erste Obergeschoss zu erreichen. Hier befindet sich der Zugang zum Turm nebst Verlies sowie das
Kaminzimmer, das
Landgrafenzimmer und mehrere Verwaltungsräume. Hoch unter dem Dach des Landgrafenflügels sind die jugendlichen Mitarbeiter der Burg untergebracht.
Das Geviert wird uns gegenüber (im Nordosten) schließlich durch den Querflügel des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes (
Mittelbau) abgeschlossen, in dessen Untergeschoss sich - über eine Treppe vom Hof her zugänglich - der öffentliche Fernsprecher und die Toiletten für die Tagesgäste befinden. Das Erdgeschoss des Mittelbaus bildet heute i. w. der
Speisesaal mit der großen Feuerstelle und dem
Paaschezimmer als kleinerem Besprechungsraum. Darüber liegt das
Schneehagenzimmer und in den übrigen Räumen im ersten Obergeschoss, im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss befinden sich Herbergsräume.
Durch den Mittelbau betreten wir nun den Speisesaal, den wir ganz durchschreiten. Durch einen Durchgang erreichen wir den Burgkiosk und die Essensausgabe. Unmerklich haben wir die alten Mauern der Hauptburg verlassen. Denn dieser Gebäudeteil gehört bereits zum Ende des 20. Jh. errichteten
Wirtschaftsanbau, der auf drei Ebenen die Küche und die Wirtschafts- und Lagerräume beherbergt.
Wir gehen aber zurück in den Speisesaal und wählen den nordwestlichen Ausgang. An der sog. Klönecke vorbei gelangen wir durch einen wehrgangähnlichen Übergang in das Obergeschoss des Mitte des 20. Jh. errichteten
Meißnerbaus. Dort sind wiederum Schlafräume sowie das
Europazimmer untergebracht. Wir gehen die steinerne Wendeltreppe hinab in das Erdgeschoss und stehen vor dem
Meißnersaal.
Auf dieser Ebene befinden sich im Nordosten die Schlafräume des
Hansteinflügels und im Südwesten die des
Bilsteinflügels sowie die
Jugendbildungsstätte.
Im Foyer zum Meißnersaal befindet sich auch der Hauptzugang zum Meißnerbau. Wir öffnen die Ausgangstür und stehen in einem Torbogen. Nach links öffnet sich der Blick über den
Zeltplatz zur Burg Hanstein, rechts geht es zur
Vorburg. Und uns gegenüber liegt der zum Mittelbau der Hauptburg gehörende
Gewölbekeller.
Vom Foyer des Meißnerbaus aus steigen wir erneut eine Treppe hinab. Im ersten Untergeschoss ist - neben den dem Meißnersaal zugeordneten Toiletten - auf der gesamten Geschossebene (Meißnerbau, Hanstein- und Bilsteinflügel) das
Archiv der deutschen Jugendbewegung untergebracht.
Es geht aber noch eine Treppe tiefer. Im zweiten Untergeschoss befinden sich im Meißnerbau und im Hansteinflügel
Schwimmbad und Sauna, im Bilsteinflügel - allerdings nur von außen zugänglich - die Zelterküche und die Zeltersanitäranlagen sowie mehrere Funktionsräume.
Wir steigen wieder zwei Treppen nach oben, verlassen den Meißnerbau durch den Haupteingang und wenden uns nach rechts zur Vorburg. Wir betreten dort die große Terrasse (
Werrabühne) und blicken in Richtung Westen über das Werratal nach Wendershausen. Für uns nicht sichtbar liegt am Fuß des Burgbergs unter uns im Wald das
Brunnenhaus, in dessen Keller die Pumpenanlage für die Burg untergebracht ist, und dessen Erd- und Dachgeschoss die eigenständige Beherbergung einer Gästegruppe ermöglicht.
Wenn wir uns nun umdrehen, stehen wir wieder vor dem Burgtor - dort, wo wir unseren Rundgang begonnen haben. Ein Rosenbogen lädt vor dem Turm rechts zu einem entspannenden Ausklang in den
Burggarten mit einem weiten Blick über die Landschaft ein, die mit einer Vielzahl beliebter Ausflugsziele lockt.


